45. Int. Osnabrücker ADAC Bergrennen 2012: 2.030 Meter bis zum höchsten Punkt

45. Int. Osnabrücker ADAC Bergrennen, 4./5. August 2012, Foto: Carsten Krome

45. Int. Osnabrücker ADAC Bergrennen, 4./5. August 2012, Foto: Carsten Krome

45. Int. Osnabrücker ADAC Bergrennen, 4./5. August 2012, Foto: Carsten Krome

45. Int. Osnabrücker ADAC Bergrennen, 4./5. August 2012, Foto: Carsten Krome

45. Int. Osnabrücker ADAC Bergrennen, 4./5. August 2012, Foto: Carsten Krome

45. Int. Osnabrücker ADAC Bergrennen, 4./5. August 2012, Foto: Carsten Krome

45. Int. Osnabrücker ADAC Bergrennen, 4./5. August 2012, Foto: Carsten Krome

45. Int. Osnabrücker ADAC Bergrennen, 4./5. August 2012, Foto: Carsten Krome

45. Int. Osnabrücker ADAC Bergrennen, 4./5. August 2012, Foto: Carsten Krome

45. Int. Osnabrücker ADAC Bergrennen, 4./5. August 2012, Foto: Carsten Krome

PORSCHE SCENE // Insights

Ein messerscharfes Prototypen-Duell, Porsche-Akzente und ein Auftrag für die Zukunft

Die Formel 1 der Berge machte im Osnabrücker Land Station, und die europäische Elite trat (fast) in Vollbesetzung an – allen voran der Schweizer Marcel Steiner und Guy Demuth, sein ewiger Gegenspieler aus Luxemburg. Mit ihren Osella FA 30 Zytek, in der Prototypen-Szene als wahre Wunderwaffen gepriesen, bestimmten die Kontrahenten bis zur vierten und alles entscheidenden Bergfahrt das Geschehen am Uphöfener Berg. Der erfolgreichste Porsche rangierte auf Gesamtrang neun: eine zum 935 dp II umgebaute 964-Karosse mit Doppellader-Triebwerk, pilotiert vom Routinier Herbert Stolz aus Innsbruck. Das von den Dreiliter-Rennsportwagen angeführte Klassement warf die Frage auf, warum denn eigentlich kein offener Zweisitzer mit Porsche-Motor mitgefahren ist.

55,274 Sekunden – wer würde den 2009 von Jörg Weidinger aufgestellten Streckenrekord am Uphöfener Berg brechen? Obwohl das Fahrerfeld an der Spitze dank internationaler FIA-Prädikate so dicht gestaffelt ist wie selten zuvor in der Geschichte der 44 bisherigen Osnabrücker Bergrennen, werden im Vorfeld zwei Namen ganz besonders hoch gehandelt: Marcel Steiner und Guy Demuth. Beide steuern jeweils einen Osella FA 30 Zytek, für den die Prototypen-Szene vor allem ein Synonym bereithält: Wunderwaffe. Das kommt nicht von ungefähr. Denn der ohne Antriebseinheit rund 200.000 Euro teure Einsitzer mit mittig angeordneter Lenkposition wie einst in der CanAm-Serie ist zurzeit der Maßstab am Berg. 575 Kilogramm bringt das Kohlefaser-Fahrgestell auf die Waage, 475 PS leistet der 3.000 ccm große Achtzylinder-Rennmotor. Was an dem exakt zwei Meter breiten Prototypen am meisten beeindruckt, ist sein aerodynamisches Konzept. In jedem Winkel befinden sich Flügel, Flics und Flaps, um jedes verfügbare Kilogramm an aerodynamischem Abtrieb in die Waagschale legen zu können. Der in Kleinserie gefertigte Osella FA 30 Zytek mag neue Dimensionen eröffnet haben, doch von selbst fährt auch er nicht zum Sieg, wie Marcel Steiner unterstreicht. Der 37-jährige Eidgenosse ist im bürgerlichen Leben Honda-Mechaniker in der väterlichen Garage, so nennen die Schweizer ihre Automobil-Werkstätten liebevoll. Sein Einsatzwagen ist das Eigentum eines Gönners, der die Leihgabe einfach nur siegen sehen will. Die Verantwortung, eine gute Viertelmillion Euro nicht zu gefährden, setzt Besonnenheit voraus. Marcel Steiner wird diesem Anspruch mehr als gerecht. Als Rekordhalter an verschiedenen europäischen Bergen hat er ein Gefühl für den schmalen Grat entwickelt, auf dem er sich bewegt. Und er weiß, wie er mit psychologischer Kriegsführung umzugehen hat. 0:53.581 Minuten lässt Guy Demuth im dritten und damit vorletzten Lauf des Samstagstrainings notieren – ein inoffizieller Streckenrekord. Inoffiziell, weil Bestleistungen grundsätzlich nur an den Renntagen anerkannt werden – ein sportlich wertloser, aber taktisch umso wichtigerer Tanz auf dem Vulkan.

Und obwohl es an diesem Samstag um rein gar nichts geht außer der Erforschung des Machbaren, kontert Marcel Steiner im vierten Durchgang, legt 0:53.509 Minuten vor – der (nach wie vor inoffizielle) Tagessieg. Am Sonntag, dem Renntag, findet das Duell am absoluten Limit seine Fortsetzung. Die Entscheidung fällt erst nach 17 Uhr, im allerletzten Durchgang – zugunsten von Marcel Steiner, der bereits am frühen Morgen in unfassbaren 0:53.014 Minuten den Streckenrekord an sich reißt. Um über zwei Sekunden – auf zwei Kilometern Streckenlänge ist das eine Welt! – zerlegt er Jörg Weidingers bisherige Vorlage. Organisationsleiter Bernd Stegmann zollt seinen Respekt, in dem er ehrfurchtsvoll feststellt: "Da ist kein Stein auf dem anderen geblieben!"

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45. Int. Osnabrücker ADAC Bergrennen, 4./5. August 2012, Foto: Carsten Krome

Von: PORSCHE SCENE Newsroom, Carsten Krome

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