Super Vario

SLK 350 R171

SLK 350 R171

SLK 350 R171

SLK 350 R171

SLK 350 R171

Auf dem Turiner Salon 1996 war der SLK eine kleine Sensation. Die frisch-moderne Formensprache und das Variodach, mit dem der offene Sportler zum Coupé für alle vier Jahreszeiten wird, lösten eine Sogwirkung aus. Tausende wollten den Wagen – sofort. Mehr als ein Jahr musste man auf die neue Offenheit zu Preisen ab 52.900 Mark warten. Erst zusätzliche Arbeiter im Bremer Werk sorgten dafür, dass die Nachfrage gestillt werden konnte. Der hier gezeigte Nachfolger R 171 setzt seit 2004 den Erfolg fort.

Im SLK brachte Mercedes ein so genanntes ”RHT” (Retractable Hard Top = versenkbares Hardtop) als erster in großer Serie auf den Markt. Das ausgeklügelte Dachkonzept macht einen Großteil des Roadstererfolges aus – doch wer hat’s erfunden? Die Schweizer? Nein. Der französische Zahnarzt Georges Paulin hatte die Idee, und Peugeot baute in den 30ern das einteilige, elektrohydraulisch versenkbare Stahldach in die ”Éclipse”-Modelle. Ford zog in den 50ern mit den ”Retractable”-Versionen in den USA nach – beide blieben aber eher Exoten.

Das Thema schlief ein. Bis in die 80er hinein kamen Neuentwicklungen selten über das Prototypenstadium hinaus. Der Fahrzeugbauer Karmann arbeitete dann wieder eingehender an dem Konzept, und im Auftrag von Mercedes waren die Osnabrücker schließlich für die Serienentwicklung des R170 und des Variodaches verantwortlich. Auch an der Produktion des R 171 ist man nach wie vor beteiligt. ”Wir liefern Teile des Rohbaus nach Bremen, und zwar Vorderwagen, Hinterwagen und Bodengruppe”, so Karmann-Sprecher Christian Eick. Im letzten Jahr allein waren das über 42.000 Einheiten. So rollten bis Ende letzten Jahres insgesamt seit 1996 rund 459.000 SLK nach der Endmontage in der Hansestadt zu den Kunden in aller Welt.

Einen davon holte der 56-jährige Helmut Bußmann im Mai 2005 allerdings selbst dort ab, seinen zweiten. Spätestens seit 1988 ist Bußman ein Fan des Stern. Zuvor standen etliche Gebrauchtwagen bei der Familie aus Hagen am Teutoburger Wald in der Garage. Doch dann sollte es endlich einmal ein Neuwagen sein. Welcher? ”Ein Mercedes ist eben ein Mercedes”, erklärt Bußman ganz pragmatisch seine Wahl, die auf einen neuen 190er fiel. Eine gute Wahl, denn völlig klaglos leistete er lange Zeit auch später seiner Gattin noch treue Dienste. Apropos Gattin: Eigentlich dachte Bußmann 1996 absolut nicht an einen SLK-Kauf, denn ”mit so einem Auto brauche ich zuhause erst gar nicht anzutreten, krieg’ ich nie genehmigt.”

Er sprach das Thema nicht an. Auf einer Party bei Nachbarn gingen Prospekte vom SLK rum. ”Das ist es, so ein Auto kaufen wir! Was wollen wir mit nem’ Opa-Auto?”, beschloss Bußmanns Gattin spontan. 14 Monate Wartezeit konnten ebenso nicht abschrecken wie der enge Spielraum bei der Ausstattungswahl. Da hieß es beim Händler: ”Wir haben einen in Silber mit rotem Leder, wollen Sie den oder nicht?” So war man nicht wählerisch und erfreute sich am Offenen. Für erste Kontakte in die Clubszene sorgte ebenfalls die Gattin, der einmal ein ganzer SLK-Korso aufgefallen war, und sie schenkte ihrem Mann eine Mitgliedschaft in einem Club. Später kam Bußmann dann zu den SLK-Freunden.

Von: Peter Löschinger

<< Erste < Vorherige 1 2 3 Nächste > Letzte >>

Kommentare aus der Community

Sie sind nicht angemeldet. Nur angemeldete User können Kommentare schreiben und beantworten.

Zur kostenlosen Registrierung geht´s im Bereich Community.

Bereits registriert? Dann melden Sie sich über das Formular in der linken Spalte an und schreiben Sie hier Ihren Kommentar!

motorfacts.deAUDI SCENEPORSCHE SCENEflash OPEL SCENEVW SCENEEASYRIDERSYOUNGTIMER SCENEHARDWOK