WM-Form fürs Auto
Die Fähnchen an die Scheiben montiert, die Außenspiegel verkleidet und die Vuvuzela aufs Dach geschnallt. Keine Frage, die Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika ist in vollem Gange.
Es ist schon abenteuerlich, welche Bedeutung der Fußball in unserer Gesellschaft inzwischen hat. Da muss wenigstens ein Bundespräsident das Weite suchen, um Miro Kloses Ladehemmungen oder Michael Ballacks WM-Aus für wenige Momente auf die Warmhalteplatte zu verfrachten. Auch vor dem Auto macht die WM nicht Halt: Werbeaktionen pflastern den Weg der Fußball-Fans und derer, die es eigentlich nur für ein paar Wochen sein wollen. Deutschland ist mal wieder „schwarz-rot-geil.“
Wie motzt der anständige WM-Freak eigentlich sein Auto für den Siegeskorso auf? Die Fahnen für die Scheiben, beim Sommermärchen 2006 noch der Renner, sind 2010 bestenfalls noch eine Randerscheinung. Für 59 Cent liegen sie inzwischen in den Regalen der Discounter. Wem das immer noch zu teuer ist, der sollte in den nächsten Tagen in die Straßengräben schauen. Da sammeln sich die Mini-Flaggen nämlich, die nach Herstellerangabe besser „nur bei Schritttempo zum Einsatz kommen sollten.“ Anders ist das schon mit dem „Nationaltrikot für den Außenspiegel“. Die textilen Fahnen in Landesfarben von der Firma MFLAX werden einfach über die Spiegel gestülpt und sind inklusive Befestigungsclips teilweise schon ab 4 Euro zu haben. Für einen Euro mehr gibt es den zehn Zentimeter langen MAX Fuchsschwanz in den deutschen Farben. Ein echter Klassiker ist das kleine Fußball-Trikot der Deutschen Nationalmannschaft fürs Auto, das mittels Saugnapf an der Scheibe befestigt werden kann. Kostenpunkt: 7 Euro.
Auf der nächsten Seite: Vuvuzelas als Painkiller
Kommentare aus der Community
Du bist nicht angemeldet. Nur angemeldete User können Kommentare schreiben und beantworten.
Zur Registrierung geht´s im Bereich Interaktiv.






